Geankert & Angebadet

Gestern ging es raus in die Heikendorfer Bucht. Auf dem Weg erwischten uns einige Regentropfen welche aber sogar ganz gut taten. Es lagen ca. 25-30 Boote vor Anker. Wir suchten uns ein schönes Plätzchen auf 3m Wassertiefe. Ankeralarm via Handyapp (Android-Tacho) zeigte, der Anker hält. Kaum stand unser Salat auf dem Tisch, drehte der Wind um 180° und brieste deutlich auf. Dazu gab es Donnergrummeln am Himmel. Entspannt war ich nun nicht mehr. Einige Yachten gingen Ankerauf und wir taten es ihnen gleich. Kaum Kurs Heimathafen war der Spuk vorbei und die Sonne kam wieder hervor. Trotzdem verlegten wir unser Anbaden in den Hafen.
Ich befürchte mein Beiboot ist etwas klein 😉

Rückmeldung

Gestern ging es gegen 10:30Uhr aus Maasholm raus. Die Schleimündung war mal wieder ein Erlebnis bei Ost 4-5Bft erstehen da schnell mal Wellenhöhen von gefühlten 1,5m, dazu besonders steil. Ich wartete vor dem passieren der Mündung auf ein weit größeres Boot als die „di Lemmer“ ist und nutzte dies etwas als Wellenbrecher und hatte auch ein wenig Windschutz. Die Motorleistung reichte aus, Rollvorsegel war aber einsatzbereit! Kaum durch die Enge durch, drehte ich den Bug gen Süden und nach 100m war der Spuk so gut wie vorbei. Genua ausgerollt und nach Damp gesegelt. Die Hafeneinfahrt war recht problemlos. Genua stand noch und Motor lief im Halbgas mit. Plätze waren zur genüge vorhanden. Dann fing wieder der Landstress an 😉 Bunkern bei EDEKA, Frühstücken, Duschen, kleines Nickerchen. Nach drei Stunden wurde es mir zu warm im Hafen und ich legte kurz nach 15Uhr wieder ab. Ganz gemütlich ging es nur unter Genua bis Höhe Schilksee. Einige dunklen Wolken verunsicherten mich etwas ca. 3SM vor Bülk, aber Regenradar und ein Telefonat mit Segelkumpel Torsten gaben Entwarnung. Leichtes Grummeln, aber kein Regen. Wind und Wellen hatten stark abgenommen. Ich tuckerte noch kurz bei der 7/11 vorbei und machte gegen 20Uhr im Heimathafen fest.
Insgesamt, zwar nicht ganz das was ich mir für nen halben Männertörn vorgestellt haben, aber trotzdem klasse mal 3Tage raus gekommen zu sein. Zu kalt war es zumindest nie. Es waren schöne 67SM bei gut 3,5 Motorstunden.

Glotzen

Was tut man allein im fremden Hafen? Genau, nachdem alles erledigt ist für den Tag, sitzt man im Cockpit und glotzt. Wer kommt so vorbei? Was tut die Vogelwelt? War da ein springender Fisch im Wasser? Was macht das Wetter? … und bei sympathisch wirkenden Vorbeikommerinnen, weise ich mal auf folgendes Schild hin 🙂 :

Männertörn ohne Männer?

Heute bin ich in Maasholm geblieben. An Land ist das Leben irgendwie anstrengender. Zwei mal zum Supermarkt, ordentliche Körperpflege (nicht nur huschhusch), ausbiebiger frühstücken, Abwasch mit Heißwasser, viel zu große Leiter an Bord schleppen um sie doch nicht für die Flaggenleinenrollenreparatur in Salingshöhe zu nutzen, Hafen nach ner Möglichkeit absuchen irgendwo raufzuklättern um die angesprochene Reparatur doch noch durchführen zu können, Boot verholen, Sich über eine über Bord gegangene Flaggenleinenrolle ärgern, sich freuen das es doch noch geklappt hat, Flaggenleinen antüddeln und testen, zurück in die Box fahren, anlegen, festmachen, echten Kaffee kochen (keinen aus der Einbechertüte), Blog auf nen Minismartphone pflegen, Bilder gibt’s später, … Aber bei weiten besser als heute auf der 7/11 gewesen zu sein. Ist/war sicher nicht witzig! Was genau geschah wird hier aber nicht verraten. Es wurde Niemand verletzt, aber dafür schaffen sie es nicht zum Treffpunkt. Kann ich auch mehr als nachvollziehen. Glück-auf, Männer der 7/11!
Gleich geht’s noch auf Schatzsuche. Wußte gar nicht recht was ein Votievschiff ist. Geocaching bildet 🙂
Achja heute war gar kein ECHTER Hafentag. 0.4SM wenn auch nur innerhalb des Hafens und unter Motor.
Nachtrag zum Abendessen von gestern: Es gab Backfisch aus Seelachs welcher tatsächlich hier vor der Schlei gefangen wurde. Dachte erst die veräppeln mich, aber ein Mitmieter hatte letztens auch welche geangelt. Achja, diese Spezialität gab es auch nur weil die Familie vor mir danach fragte und ich mich einklinken konnte, in der Auslage liegt er nicht.

Eimal DK und zurück

Nun nachdem meine Gastlandflaggenrolle an der Saling sich beim hochziehen des Dannebro verabschiedet hat und der dänische Wind Feierabend gemacht hat, wendete ich und nahm Kurs Schlei. Nach wenigen Augenblicken war meine Geduld zur Neige gegangen und ich motorte die restlichen 6SM bis Maasdings (D). Schleimünde war mir schon zu voll. Endergebnis: 31,3 SM in gut 8h bei sagen wir mal 7 Motormeilen. Schweinswaale gab es zwei mal. Brauchbares Foto von den Tümmlern leider keinmal. Nun aber nen Anlegebierchen und hoffen das der Imbiss noch geöffnet hat und mir etwas leckeres zubereitet (von kochen möchte ich nicht sprechen).

Juhu Dk

Heute um 10:15 aus Wendtorf los. Nun habe ich die Grenze passiert. Es ist 16:16uhr. Bislang ohne Motorunterstützung ausgekommen, bis aufs ablegen. Nun sind es noch 10SM bis Mommak, oder 7SM bis Schleimünde. Entscheiden tut der Wind. Bislang 22SM beim 3.6er Schnitt. Nun nen Alster, für Bier ist es zu sonnig und heiß.

M-Törn Tag0

Tag 0 = kein Segeln? Nein nur bis Laboe geknattert, dann um Bülk rum unter Genua, gewendet und nun Rauschfahrt auf Wendtorf zu. Noch 2SM.
Insgesamt 11SM beim 3.5er Schnitt.
Hier wartete Antje mit nem frischen Gartensalat auf mich. Dann gingen zum halb Baden an den Strand. Noch nach den Bäckeröffnungszeiten geschaut und nun giebt’s nen Sndowner.
Kontackt mit der 7/11 ergab ein geplantes Treffen in der Schlei am Freitag. Da komme ich ja ganz locker hin. Vielleicht geht’s morgen trotzdem kurz über die Grenze. Hängt von den Wettervorhersagen für Fr. ab.

Männertörn2014 0-2

Gestern habe ich als Ausflug getarnt meinen Bootsmann zur 7/11 nach Bogense gefahren. Dienstliche Angelegenheiten lassen mich erst Mittwoch Nachmittag los. Werde der 7/11 do gut es Wind & Wetter zulassen entgegen segeln. Hoffe wir können noch 1-2 Adene zusammen verbringen. „di Lemmer“ ist soweit klar. Notbrot, Wasser, Benzin, … Alles bis auf ne lange Hose an Bord. Erstes Reff ins Groß eingebunden. Ob die Genua noch der Fock weichen muß, wird sich zeigen. Nun Pause, ist ja so (herrlich?!) warm.
Wolkenlos:

Märchenstunde

Nee, ich erzähl hier nun nicht einen vom Pferd über waghalsige Törns bei extremen Wetterbedingungen und ohne ausreichende Verpflegung. Nein, es ist viel realistischer. Freitag nach der Arbeit brach ich auf um nach Damp, oder in die Schlei zu segeln. Höhe Marineehrenmahl Laboe wurde mir die Wellenhöhe doch etwas zu hoch. Mit 5Bft nur unter Genua eigentlich kein Problem, aber die Kreuz aus der Förde raus war für den Nachmittag Sport genug und so wendete ich und lief zurück nach Mönkeberg. Kaum festgemacht, klingelt das Handy. Meine Lieblingsmitseglerin hatte gelesen das in Laboe Märchenabend sei. Also löste ich die Leinen und segelte wieder Richtung Nord bis zum Falkensteiner-LT. Den Rest durfte der Brummwind ran. Das Märchen (die 6 Schwäne) im Kurpark am/im/aufm Teich war sehr schön. Ein toller Vorleser und ein junges Mädchen, welches die Lesung durch Cellomusik untermalte, zauberten eine tolle Stimmung bei lauschigem Sommerwetter. Danach gab es noch eine frische Waffel an der Promenade und ich machte mich gegen 22:45Uhr wieder auf den Rückweg: Es folgte eine tolle Überfahrt bei ganz leichten achterlichen Winden und Vollmond. Pulli und kurze Hose reichten immer noch aus. Kurz vor meinem Hafen gab es ein kleines Feuerwerk irgendwo Richtung Wik, am Strand feierten Halb-& Lautstarke Jugendliche den Beginn der Sommerferien. Toll, diese Momente sind wirklich selten. Ich machte erst gegen 0:30Uhr fest und genoss noch ein Bierchen im Cockpit.

Gestern blieb die „di Lemmer“ im Hafen, aber dafür gibt´s nen neuen Cockpittisch und anderen Kleinkram.