Abschlusssegeln oder kommt noch was

Könnte sein das es der letze Törn für diese Saison war. Vielleicht auch nicht. Ein Wochenende + Überführungswochenende blieben ja noch.
Heute Mittag kam ich zum Boot und sammelte erst einmal meine Sorgeleinen und Festmacher ein. Dann ging es raus aus der Box. Erst in der Boxengasse konnte ich das Ruderblatt und den Kiel absenken. Es herrschte mal wieder Flachwasser. Um mich rum wurde fleißig die letzten Vorbereitungen zum Aufslippen erledigt. Etliche Boote waren schon gekrant, so auch die Pamfilius von S+W. Diesen Liegeplatz nutzte ich inzwischen. Der Weg zum Auto ist kürzer, wichtig um die Tage mein Boot einfacher auszuräumen zu können und es ist dort viel mehr Wasser über dem Meeresgrund. Eine SMS brachte auch Gewissheit das der Liegeplatz nicht anderweitig genutzt wird. Danke.
 
Nun aber zum Segelteil des Tages. Es ging gemütlich los. Auffällig fand ich mehrere Frachtschiffe auf Reede (vor Anker). Einige wenige Boote waren auf der Förde zu sehen. Die hälfte aller Boote waren Segler mit gelegtem Mast, die ihr Boot zum Winterlager überführen wollten. Echte Segler waren rar. Die SevenEleven war auch auf dem Wasser. Es gab mehrere Funkkontakte mit Ihr. Torstens Ziel war erst Damp, später die Schlei (Maasdings). Ich hingegen konnte und oder wollte mich nicht für ein Ziel entscheiden.
Am Adler vorbei. Dicht unter Land die alten Überreste der Militäranlagen am Möltenorter Campingplatz begutachtet. Nach dem passieren des Bunker- bzw. Versorungssteges der Marine, ging es nach Laboe. In der Baltic Bay habe ich kurz festgemacht. Ich hatte die Hoffnung noch Jemanden zu finden der meinen Kratzer an der Bordwand begutachten hätte können. Fehlanzeige! Dann wollte ich noch abklären das ich meinen Motor wieder vor Ort überwintern lassen möchte. Auch hier war kein Mitarbeiter mehr anzutreffen, obwohl ich selbst in der Werkstatt gesucht hatte und auch laut und mehrfach ein Hallo ausrufte. Auf dem gesamten Gelände (also auch auf den Winterliegeplätzen) kein Werftmitarbeiter auffindbar. Komisch nur das die Tür der Werkstatt unverschlossen war. Vielleicht sollte ich dies hier besser nicht schreiben?! Weiter ging es. Die Schwimmerzonenbegrenzungsbojen vor Laboe sind schon länger eingezogen. Durch das heute fehlende Wasser in der Förde (ca. 60cm unter NN) tauchten einige Sandbänke auf und mir kam es fast vor als würde ich vor einer Küste der Nordsee segeln. Vielleicht wurde dieser Eindruck auch verstärkt weil ich ja gerade das Rätsel der Sandbank lese. Nun luvte ich etwas an und der Wind nahm auch zu. Recht sportlich bis kurz vor Heidkarte geprescht. Gewendet und zurück. Zu den ankernden Frachtschiffen hatte sich inzwischen auch noch die „Thor Heyerdahl“ (Schule unter Segeln) dazugesellt.
Ein halber Segeltag, sprich 6Stunden auf See. Geschätzte 18SM. Obwohl es zwischendurch schon mal etwas frisch wurde, war es ein toller Tag. Ein klein wenig mehr Sonne hätte aber sein dürfen 😉
 Die Sandbänke sind wohl kaum zu erkennen
 an Wendtorf schon vorbei
eigentlich ist´s Pamfis Liegeplatz
Der Hafen ist fast schon leer.

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