Sie schwimmt noch und …

… scheint bislang unbeschädigt zu sein. Es war allerdings schon recht dunkel. Auf´s Boot wollte ich nicht gehen. Viel zu schauklig und zu nass. Mir reichte ein ausgiebiger Blick vom Steg aus. Weil das Wasser noch weiter sinken soll, habe ich die eine Vorleine noch einige Zentimeter gelöst, einmal über den Bugkorb gestrichen und der Lütten gut zugesprochen 😉
Nun bin ich wieder etwas entspannter 🙂

Der Wind, der Wind, das himmlische Kind

Übern Pinneberg auf Helgoland ist das Gröbste durch. Max wurden dort 103Knt gemessen. Wenn man nun Entfernung, Zugrichtung und Geschwindigkeit des Tiefdruckgebietes beachtet, denke ich das hier in Kiel gegen 16:30Uhr mit den Maxwerten gerechnet werden sollte. Aktuelle (15:00uhr) sind am Kieler-LT knapp 12Bft gemittelt. Böen werden nicht angezeigt! Mich wundert es schon sehr dass es bei Windfinder die Windstärke 13 gibt. Ich dachte immer bei 12Bft ist Schluss.
 Pinneberg (Helgoland)
Kieler-LT
 
Werde heute Abend zum Boot fahren und hoffe sehr es schwimmt noch und ist nicht beschädigt. Nervös bin ich schon! Dazu kommt noch die Wasserstandsvorhersage die mich beunruhigt. Dort ist von 140cm unter NN die Rede. Der Tiefpunkt soll zwischen 0-3Uhr erreicht werden. Weiß gar nicht wie ich es am besten mit den Leinen mache.
Also drückt alle schön die Daumen das der lütten „di Lemmer“ nichts passiert!
PS: Was ich tolles am Samstag und Sonntag erlebt habe wird nachgereicht.
 

Wochenende ende Oktober – PLATZHALTER –

Samstag ging es mit der SevenEleven von Stickenhörn durch die alte Holtenauer-Schleuse (mein erstes Mal) an einen Wartesteg im NOK und danach zur Yachtwerft Dick. Dort wurde der Mast gelegt und das Schiff kam auf´s Trockenen. Das Wetter spielte auch mit. Wirklich interessant und absolut Stressfrei. Ok, etwas aufgeregt war ich schon vor der Schleuse, tat aber nicht not 🙂

Sonntag morgen ging es nach Hamburg! Ja, mit meiner Lieblingsmitseglerin ging es zur Hanseboot.
Auch wenn die Messe etwas geschrumpft ist, ein schöner und informativer Messetag.
Es war echt was los, aber es war nirgends überfüllt und spätestens nach 5Minuten konnte man seine Fragen stellen oder die Yachten in Augenschein nehmen. So soll es ein.
Vor zwei Jahren wirkte die Messe schon teilweise etwas ausgestorben.
Wir besichtigten einige Boote (Viko30S, Varianta 37, Sun O33i, Biga242+292, Winner 900,Varianta18, …);
einige Infostände (DWD, Wrede, Refit irgendwas, LED-Technik-Stand, …);
ich ergatterte ein T-shirt, eine günstige LED-Sofitte, Aufkleber, …
und
ich vermute Antje hat ein Weihnachtsgeschenk für mich organisiert 😉
Mein Fazit:
Preis-Leistungsgewinner = Varianta37 (mir aber zu groß!)
Lieblingsboot = Winner 900
Ich mag auch sehr gerne die Boote die schon etwas erlebt haben wie den EigenbaukajakKAT, oder die DIGGER.

Hinterher gab es noch ein Spaziergang durch Planten und Blomen.
Trotz Herbststimmung auch sehr schön um etwas runter zu kommen.

da fehlt doch was

Heute habe ich schon mal die Sprayhood und den Großbaum samt Großsegel abgenommen.
Dies dient natürlich den Vorbereitungen auf´s Kranen, aber auch um die Angriffsfläche für den angekündigten Starkwind bzw. Sturm zu reduzieren. Bei dem Blick auf Windfinder kann einem schon etwas bange werden. Zusätzlich habe ich zwei weitere Festmacherleinen als Backup angebracht.
Sollten sich die Vorhersagen nicht noch ändern, werde ich am WE wohl auch noch die Genua abschlagen.

Saisonende nähert sich

Die ersten Polster, Mitseglerinklamotten + Mitseglerinbettzeug, Erweiterungssegel, Sommerschuhwerk, … ist von Bord. Aber noch ist die „di Lemmer“ voll einsatzbereit. Auch noch für einen möglichen Overnighttörn ausgestattet. Nur Trinkwasser müsste nachgebunkert werden.
Eines der letzten Segelboote mit stehendem Mast im Hafen.
 

Abschlusssegeln oder kommt noch was

Könnte sein das es der letze Törn für diese Saison war. Vielleicht auch nicht. Ein Wochenende + Überführungswochenende blieben ja noch.
Heute Mittag kam ich zum Boot und sammelte erst einmal meine Sorgeleinen und Festmacher ein. Dann ging es raus aus der Box. Erst in der Boxengasse konnte ich das Ruderblatt und den Kiel absenken. Es herrschte mal wieder Flachwasser. Um mich rum wurde fleißig die letzten Vorbereitungen zum Aufslippen erledigt. Etliche Boote waren schon gekrant, so auch die Pamfilius von S+W. Diesen Liegeplatz nutzte ich inzwischen. Der Weg zum Auto ist kürzer, wichtig um die Tage mein Boot einfacher auszuräumen zu können und es ist dort viel mehr Wasser über dem Meeresgrund. Eine SMS brachte auch Gewissheit das der Liegeplatz nicht anderweitig genutzt wird. Danke.
 
Nun aber zum Segelteil des Tages. Es ging gemütlich los. Auffällig fand ich mehrere Frachtschiffe auf Reede (vor Anker). Einige wenige Boote waren auf der Förde zu sehen. Die hälfte aller Boote waren Segler mit gelegtem Mast, die ihr Boot zum Winterlager überführen wollten. Echte Segler waren rar. Die SevenEleven war auch auf dem Wasser. Es gab mehrere Funkkontakte mit Ihr. Torstens Ziel war erst Damp, später die Schlei (Maasdings). Ich hingegen konnte und oder wollte mich nicht für ein Ziel entscheiden.
Am Adler vorbei. Dicht unter Land die alten Überreste der Militäranlagen am Möltenorter Campingplatz begutachtet. Nach dem passieren des Bunker- bzw. Versorungssteges der Marine, ging es nach Laboe. In der Baltic Bay habe ich kurz festgemacht. Ich hatte die Hoffnung noch Jemanden zu finden der meinen Kratzer an der Bordwand begutachten hätte können. Fehlanzeige! Dann wollte ich noch abklären das ich meinen Motor wieder vor Ort überwintern lassen möchte. Auch hier war kein Mitarbeiter mehr anzutreffen, obwohl ich selbst in der Werkstatt gesucht hatte und auch laut und mehrfach ein Hallo ausrufte. Auf dem gesamten Gelände (also auch auf den Winterliegeplätzen) kein Werftmitarbeiter auffindbar. Komisch nur das die Tür der Werkstatt unverschlossen war. Vielleicht sollte ich dies hier besser nicht schreiben?! Weiter ging es. Die Schwimmerzonenbegrenzungsbojen vor Laboe sind schon länger eingezogen. Durch das heute fehlende Wasser in der Förde (ca. 60cm unter NN) tauchten einige Sandbänke auf und mir kam es fast vor als würde ich vor einer Küste der Nordsee segeln. Vielleicht wurde dieser Eindruck auch verstärkt weil ich ja gerade das Rätsel der Sandbank lese. Nun luvte ich etwas an und der Wind nahm auch zu. Recht sportlich bis kurz vor Heidkarte geprescht. Gewendet und zurück. Zu den ankernden Frachtschiffen hatte sich inzwischen auch noch die „Thor Heyerdahl“ (Schule unter Segeln) dazugesellt.
Ein halber Segeltag, sprich 6Stunden auf See. Geschätzte 18SM. Obwohl es zwischendurch schon mal etwas frisch wurde, war es ein toller Tag. Ein klein wenig mehr Sonne hätte aber sein dürfen 😉
 Die Sandbänke sind wohl kaum zu erkennen
 an Wendtorf schon vorbei
eigentlich ist´s Pamfis Liegeplatz
Der Hafen ist fast schon leer.