Fördesegeln mit netten Begegnungen

Samstag ging es gegen Mittag aufs Wasser. Eine lange Kreuz führte bis kurz vor Bülk. Bei überwiegend schwachen Winden konnte ich die ein oder andere Yachtcrew tatsächlich ein wenig ärgern 😉 Erst musste eine Friendship22 dran glauben (sorry Frauke), dann hatte ich auch endlich die Granada23 eingeholt und das Highlight war ein einstündiges Überholmanöver einer Bavaria32! Dabei segelten wir mit keinen 10m Abstand, Bug an Bug. Nachdem ich tatsächlich vorbei war erklärte ich den beiden Jungs meine Hartnäckigkeit: „ich schaue gerade nach einen Boot in eurer Klasse, aber eine Bavaria wird es wohl nicht“. Grinsend wendete ich weg 🙂
Nach 6 herrlichen Segelsonnenstunden machte ich in meinem Hafen fest und war erneut sehr zufrieden mit meinem Boot.   

Komplett auf einem Bug…

…dazu noch Backbordbug, also mit „Vorfahrt“, wobei es natürlich soetwas in der Schifffahrt nicht gibt und sich „kurshaltepflichtig“ schimpft. Unter Vollzeug mit raumen Wind tummelte sich die GPS-Anzeige gerne um die Rumpfgeschwindigkeit herum. Was für ein Spaß und was für ein tolles. Boot! Die Förde rein dann mit einem Reff im Großsegel. Trotzdem noch richtig flott. Hier in MönkeB war heute Absegelregatta und somit konnte ich noch mit drei anderen Booten ein schönen Zielsprint hinlegen. Nun wird’s aber auch Zeit für nen Nachmittagsnickerchen damit ich heute Abend zum AmerikasCupFinale (22uhr) auch fit bin. Natürlich bin ich für Neuseeland, aber wenn die USA noch spannender gestaltet soll es mir auch recht sein.

Ein klein wenig Langfahrtfeeling

Auch wenn das Ziel nun tatsächlich DAMP heißt. Mit drei Knoten unter Vollzeug über die Eckernförder-Bucht. Dazu ein mauer Sonnenschein, Käsebrötchen, ein Buch und ein Alster. Herrlich! Die SE mit vier Seeräubern kam kurz längsseits und brummte nach einem kurzen Plauch vorraus. Huch, nun ist der Wind ganz weg. Noch fünf Meilen. Werde wohl auch demnächst dem Motor starten und die Idylle aufgeben. Ist auch schon 18:30.

19:30uhr. Angelegt! 16,55SM – halbe Strecke gesegelt – Rest unter Motor. 4,5 Aufdemwasserstunden, für ein Freitag nach der Schicht nicht schlecht denke ich. Zur Belohnung gibt’s nen Havanna und wow, was für ein Mondaufgang! Bild wird nachgeliefert, auch wenn es in echt sicher viel toller aussah.

 Sonnenuntergang
 Mondaufgang

Herrliche 35SM!

Freitag, nach der Arbeit, ging es mit Bootsmann Rudi noch mal nach Damp. Es war eine flotte, aber auch schaukelige Fahrt bei um die 5Bft mit bis zu 1m Welle.Nur unter Genua waren die knapp 17SM in gut 3,5h abgespult. Zum Glück schien die Sonne.Kaum hatten wir das Boot aufgeklart, das erste Anlegerbierchen aus, einen kleinen Einkauf erledigt, kam auch schon die SevenEleven mit Torsten an der Pinne in den Hafen gerauscht. Es folgte ein weiteres Anlegebierchen auf der SE, ein Fischbudenbesuch, ein Strandbühnenbesuch, kleiner Schnack auf der „di Lemmer“, sowie ein Absacker im datShip (oder wie der Schuppen heißt). Deutschland hatte inzwischen im Fußball 3:0 gegen Österreich gewonnen.

Samstag ging es nach gemütlichem Frühstück wieder zurück. Erste Stunde mit Motor bei 1-2Bft gegenan, dann nahm der Wind zu und es wurde eine flotte Amwindfahrt. Ein tolles Boot habe ich da! Vor Laboe entdeckten wir die SevenEleven, die sich inzwischen auf einer firmeninternen Regatta befand. Sie machte einen guten Eindruck, auch wenn die Endplazierung … ach egal, Hauptsache es hat Spaß gemacht. Es waren sehr schöne und sonnige 35SM an diesem Spätsommer-Wochenende.

Sonntag ging es nach Laboe zur OpenWater-Ausstellung. Dort habe ich meiner Lieblingsmitseglerin mal die neue Winner 900 gezeigt. Ein schönes Boot, aber mit der gewünschten Ausstattung wohl derzeit unerschwinglich.
Etwas erschrocken war ich in Damp über die ersten Boote, die schon gekrant wurden und ins Winterlager kamen. Ist die Saison denn wirklich schon fast zu Ende? Ich hoffe noch Ende September/ Anfang Oktober.

Testfahrt mit einer Delphia29

So schlecht sah die erste Wende gar nicht aus. Bei der zweiten (alleine ohne PiPi) brauchte ich etwas zu lange. Geschwindigkeitsrausch gibt es mit dem Boot bei knapp 3Bft (welle 20-30cm) nicht, aber hart am Wind waren so 4,5Knt und Halbwind sogar mal 5,8Knt drin. Das Handling ist recht einfach! Dreht auf dem Teller, Genua rollt sich gut ein, Groß fällt bis auf 50cm komplett runter, kaum Druck auf dem Ruder,  …
Marschfahrt unter Motor bei 2700(von möglichen 3500)Upm 5,4-5,7knt.
Seemeilen auf der Logge: 4970
Motorstunden: 584
Also ca 50:50.
7Jahre alt und Zustand ok bis gut.
Die entscheidene Frage:
Reichen mir die Segeleigenschaften und was kostet der Spaß?