Doch noch los

Auch wenn es nur bis Strande ging. Eine schöne Backstagbrise reichte der Genua und und diese mir. Nun folgt der dritte Versuch „das Geheimnis der Santbank“ zu lösen. Wenn ich mich jetzt nicht reinlese kommt das Buch weg. Nen Geocash ist auch noch im direktem Umfeld. Dazu müssen aber noch die Segel-Muggels verschwinden. Ps: Alleine ist mein Boot groß genug und soo gemütlich!

Spätsommer oder schon Frühherbst?

Nachdem es letzes WE nur ein 2h-Sportsegeltripp durch die Kieler-Förde wurde …
will oder wollte(?) ich eigentlich schon an Bord sein um über Nacht in einem fremden Hafen, also nicht Heimathafen, zu liegen. Natürlich dachte ich an Damp oder Schleimünde. Nun sitze ich noch bei der Schicht fest und studiere gerade das Regenradar und die Windfindervorhersagen. Die Temperaturen stimmen positiv, aber das war´s auch schon. Nen Regenschauer soll gleich und auch immer mal wieder am WE vorbeischauen. Der Wind soll spätestens ab morgen Mittag in den grün gekennzeichneten Bereich ansteigen. Dazu sei erwähnt „grün“ ist bei mir schon gefühlter „gelber“ Bereich. Ginge zur Not, muß aber nicht! Ich mag die blauben Vorhersagebalken 🙂
Also, ob ich heute überhaupt noch ablege, oder doch nur eine Lesestunde an Bord einlegen werde, weiß ich noch nicht. Es ist´s wie´s kommt.
Sonntag möchte ich mir noch die große (und etwas pummelige) Schwester der „di Lemmer“ (Sportina 680) anschauen. Es handelt sich um eine Delphia29, eine weiterentwichlung der Sportina 860.
Nur mal aus Interesse natürlich! 

17. Ende – ich kanns nicht glauben

Signalflaggen, Einlaufbier, eine Grillwurst. Alles für mich!? Nein, leider nicht. Es ist Hafenfest der WVM in meinem Heimathafen. Hart am Wind ging es heute zurück. 23.5SM runden den SEE-Törn ab. Insgesamt zeigt das GPS 209,99SM. Bei einem Motoranteil von 69SM. Entspricht einem Benzinverbrauch von ca. 17 Ltr. Sollte eigentlich eine Quizfrage werden, aber das überlasse ich doch DIGGER. Der Gewinn geht an die Pamfilius. Toll fand ich das beim Einlaufen so viele Hände mir zugewunken haben. Saßen viele bei dem Wetter und Hafenfest-Atmosphäre auf ihren Booten, aber träumen das sie wegen mir hier sind kann man(also ich) ja mal 😉
Ich frage mich gerade was ich anstellen müßte um solch einen Empfang wirklich zu verdienen? Ne Medaille im Segelsport wird wohl mit meinem Rücken nix, für um die Welt fehlt mir was, oder wer ganz ganz liebes der mich überzeugt mitzuziehen, aber träumen kann auch schön sein. So wie dieser Törn schön war!
Noch ein Zitat (gelesen bei „Auszeit unter Segeln“)= Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele: Freude, Schönheit der Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur. Darum, Mensch, sei zeitig weise! Höchste Zeit ist’s Reise, reise!
Wir haben es getan und ich könnte gleich morgen wieder los! Danke für’s Bloglesen und die positiven Rückmeldungen. Euere See-Törn-Crew: Timo & Antje.
PS: Der Blog geht natürlich weiter, nur dieser Teil ist zu Ende (schnief , schnief).

16. Am Limit

So, eigentlich eingefallen ist mir nichts was mit „s.e.e.“ beginnt ;-)  Das erste mal in diesem Urlaub habe ich mir den Wecker gestellt, war auch nötig, wäre sicher nicht so früh wach geworden. Die Weckzeit lag absichtlich auf der Ausstrahlung des Seewetterberichtes um 7:45uhr. Während meiner Aufwachphase hörte ich etwas von Süüüd-Süüüd-Weeest der Stärke 3-4Bft. Alles klar, klarmachen zum Auslaufen. Um 8:30 waren die Brötchen geholt, der Besuch bei den Sanitäranlagen erledigt und GPS & Co aktiviert. Das Ablegen klappe super und ohne Streß. Unter Motor packte ich Fender und Festmacher ein. Nun genoss ich meine Gutenmorgenaufsee-Zigarette. Ein aktueller Windmesswert am Kieler Leuchtturm bestätigte die vorhergesagte Windrichtung, allerdings schon mit nern guten 4. Egal, ne 4 ist ok, trotzdem blieb ich vorsichtig und nahm das Großsegel nur doppelt gerefft hoch, war eh noch eingebunden. Noch ne halbe Stunde, bis zur Süd-Ost Ecke von Als, war ich als Motorsegler unterwegs. Dann rollte ich die Genua aus und lief am Wind unter Autopilot in die Flensburger Förderung ein. Richtung Kalkgrund in etwa, bescheinigte mit meine Navisofteare auf dem Händy. Ok, wenn’s so sein soll. Ich suchte mir ein deutsches Händynetz und beantwortete Antjes SMS. Die tägliche Aufregung hatte sich gelegt und ich rührte mir ein Kaffee zurecht. Dazu nen Croissant und nen Brötchen mit Schmierkäse, weil so schön einfach zuzubereitet. Einfach Stück Brötchen abbrechen und rein in den Schmierkäsetopf, na klar dann noch in dem Mund strecken und fertig. Ca. 3SM vor dem berühmten Leuchtturm auf der Fl-Förde, dachte ich mir warum nicht direkt gegen den Wind etwas Höhe gut machen? Gedacht, getan. Vorsegel eingerollt und wieder Motorsegler gespielt. 2SM vor Falshöft wurde es zusehends windiger und Welliger, also Motor aus und hoch am Wind alles was geht mit erst kompletter Genua (Groß war immer noch doppelt gerefft oben), kurze Zeit später erstes Reff in die Genua gerollt, das zweite Reff wartete auch schon auf sein Einsatz, zwei Wenden später hatte ich nur noch ein viertel der 11qm Vorsegelfläche am Start. Trotzdem lief die „di Lemmer“ immernoch um die 5Knt hart am Wind. Was für ein Boot, nur mir wurde die Asterei irgendwann zu viel. Also wieder ein auf Motorsegler gemacht und Steuli unseren Pinnenpiloten wieder arbeiten lassen. Zum Glück hielten sich die meisten Wellen im Zaum, nur vereinzelt mal eine die aufmucken mußte und ihre Kraft beweisen mußte indem sie das Boot ausbremste, oder ein Stück auf unserem Deck mitfahren wollte. Ne gute Seemeilen vor der Schlei-Ansteuertonne nahm ich das eingereffte Groß ganz weg. Mir reichts! Inzwischen reichten die Böen auch schon knapp an die 6Bft. ran. Nur unter Motor luckte ich noch vorsichtig an PortOlpenitz vorbei, ob doch noch Damp möglich wäre? Negativ, Nov way, nicht mit mir, nicht heute! Gewendet und nur unter Sprayhood 3-4 Knt. Fahrt im Schiff. Die Abdeckung genutzt und schnell alle Fender und Festmacherleinen klariert. Eine Hafenrunde zeigte mir das Schleimünde für mich zu ungeschützt liegt. Also weiter nach Maasholm. Hier habe ich nun nach über 24SM, zwei Liter Wasser, einem Frühstück, unzähligen Rollteffvorgängen, drei Stunden mit Motorlärm und insgesamt 6h auf See festgemacht. Bin nun erledigt. Zweites Frühstück folgte, kleines Nickerchen folgt 😉
Bei den heutigen Bedingungen war leider an Fotos kaum zu denken, selbst das Logbuch führte ich erst hier im Hafen. Also kann ich nur mit Trackbildern dienen. Gesamt – Wendewinkel – Rumgeier vor Schleimünde.

15. Größeres Boot – kommt mir nur so vor

Singelhandet = eine Eins am Achterstag. Noch einmal ein toller Segeltag nach Mommark zum Abschluss der gemeinsamen Segelwochen (auf den Tag genau zwei). Ab 19:30uhr bin ich singelhandet unterwegs, naja unterwegs bin ich natürlich noch nicht. Hatte zwar kurz dran gedacht noch Richtung Süd gutzumachen, aber der nächste günstig gelegene Hafen ist eh nicht mehr heute zu erreichen und dazu tröpfelt es genau seit dem Antje ins Auto gestiegen ist. Der Himmel weint? Quatsch, alles gut. Freue mich auf 2-3 echte Segeltage, obwohl so ein Abschied schon nicht ganz mein Ding ist. DP07 sagt zwar SWS um 4 vorraus, aber es wird schon gehen.
Die Restpizza von gestern schmeckte auch noch.

14. Noch nicht heimwärts

Schnelle einheitliche Einsicht brachte ein kurzer Blick auf die Wind- & Wettervorhersagen (diesmal waren sich alle Wetterdienste einig), das es heute beim eh geplanten Hafentag bleibt.
Kurzer Frühstückseinkauf bevor es dran ging diesen wieder zu vertilgen. Anschließend stand Geocaching, Peters Flaskemuseum und Trödelgucken auf dem Tageszettel. Zurück an Bord geht die Planlose Zeit zu ende. Nun geht es darum, wie kommen wir zurück. Eine gute Variante ist morgen einen schönen stressfreien Segeltag nach Mommark einzulegen. Eigentlich hatte ich Antje versprochen schon vor 2-3 Tagen einen Hafen mit guter Anbindung oder Abholmöglichkeit zu bieten. Morgen Abend hat sich eine Chance für Antje ergeben mit dem Auto nach Hause zu gelangen, sprich abgeholt zu werden. Wenn alles klappt habe ich dann noch 2-3 Tage für mich. Nicht das ich es bräuchte! Im Idealfalle gibt’s vielleicht mein Homecomming-Anleger Sa. Abend auf dem Hafenfest der WVM. Könnte aber auch So werden und zur Not hätte ich Mo auch noch frei 🙂
Gleich geht’s zum Abendesseneinkauf. Weil hier eine Seglerküche mit Backofen steht, träumen wie schon von Pizza.

13. Urlaub vom Urlaub

Superschauer erhalten einhergehend mit 7er Böen, 1.5m hohen Wellen und kübelweise Starkregen. Dabei konnten wir AErösköbing vorher schon sehen. Während diesem Szenario, welches stark an die Trueman-Storry erinnrrte, war die Sicht unter hundert Meter gesunken und um und Rum gab es nur noch Dunkelgrau. Wasser sowie der Himmel erschienen unwirklich miteinander vereint, nur die weißen Schaumkronen um uns herum gaben Kontrast. Zum Glück hielt dieser Zustand nur 15min. an. Danach konnten wir weiter mit halb gereffter Genua auf die Ansteruertonne zubrausen. Während des Schauers hatten wir natürlich keine Segel oben und nur damit es nicht zu stark ins Boot reinregnet den Motor genutzt den Bug halbwegs in den Wind zu drehen (gelang nicht immer). Vorher konnte Antje prima den Kurs und den Speed nur unter Genua halten und konnte so dem Motor eine längere Pause gönnen. Jetzt, sicher vertäut und nen Frühstück eingenommen kann der Urlaub vom Urbaub beginnen und ganz ehrlich ist AErösköbing dafür mehr als geeignet.

12. Ohha, wat nen Ritt.

Statt erneutes einlaufen in AErösköbing, sind wir wieder auf Skarö dem Eisparadies gelandet. Nicht ganz freiwillig. Schon hinter der Brücke des Svendborgsunds raus dachte ich, so wird das nix. Nächster Hafen war schnell gefunden, aber Ranzausende lag total ungeschützt. Wie hätte ich da rechtzeitig  Fender und Leinen ausbringen sollen. Eine Möglichkeit war zurück nach Svendborg, die gewählte noch weiter durchhalten und auf Landschutz hinter bzw. vor Skarö hoffen. Hat alles prima geklappt, auch das Anlegemanöver war dank helfender Hand kein Problem. Nun liegt die „di Lemmer“ wieder dort wo wir vor einer Woche auch lagen. Das Eis schmeckt immernoch prima, nur die Stimmung ist vom vielen Wind etwas verweht, dafür habe ich heute aber auch mal den Skipper der DIGGER getroffen. Hoffe ich verrate nun nix. Die Kirche haben wir nun zusammen besucht (Antje war schon letzte Woche da) und einen heftigen Regenschauer auf dem überdachten Sofa am Eis- und Allesladen ausgesessen.
Gruß an alle Squerdancer.