Party- & Segelhauptstadt KIEL – KielerWoche 2010

Nun ist sie fast schon vorrüber und ich kann jetzt schon sagen es war eine der besten K_Wochen seit einigen Jahren 🙂
6 Tage auf dem Wasser gewesen, jeden Tag bzw jeden abend unterwegs (bis auf Donnerstag).
Auszüge meiner persönlichen Highlights:
Fischer-Z, Skorbut, Torfrock, Abbi Wallenstein & Friends, NENA, …
PublicViewing DEU-GHA, Night Glowing, Regattaflair in Schilksee, …
GästeSegeln mit Daniela, meinen Eltern, Björn und natürlich meiner Lieblingsmitseglerin (mit Anlegen an der Kiellinie), sowie Windjammerparade-Ankern  mit der Pamfilius!
Leider flog die „l’Hydroptère“ nicht als ich ihr mehrfach begegnete, trotzdem ein faszinierendes Teil. Bei der  „Seacloud II“ passen die Proportionen meiner Meinung nach nicht. Die Masthöhe ist viel zu niedrig für so einen fetten Aufbau, sieht eher nach einem Motorsegler aus 🙁
 
Für heute ist natürlich DEU-ENG angesagt und dann heute abend ein Ausklingen mit Feuerwerk.
 
Hoffe ihr hattet ähnlich tolle Erlebnisse und freut euch auch jetzt schon auf die Kieler-Woche 2011 😉
 

Zusammenfassung bringt mich fast um die selbige…

Ab wann muß man sich als Motorsegler bezeichnen?
 
Hier die Daten:
12 Tage davon 2 Hafentage.
Zeit auf See: 58 Stunden und 35 Minuten davon lief der Motor 17 Stunden und 20 Minuten.
Strecke unter Motor: ca. 77 SM
Strecke gesegelt: 150,8 SM
Gesamtstrecke: 227,8 SM (macht einen Schnitt von 3,9 Knt)
Benzinverbrauch ca. 20 Lieter (Schnitt 1,3Ltr/h – meist nur halbe Drehzahl gelaufen)
 
Natürlich ist eine Clever23 (bzw. Sportina680) für solche Touren bestens geeignet, aber wer mehr Meer will sollte auch auf mehr Ballast umsteigen, oder mehr Mut aufbringen.
 
Bilder habe ich auch schon gesichtet und aussortiert. War doch ganz schön!!!
 
PS: Ob ich jeh zu einer Langfahrt aufbreche weiß ich zur Zeit wirklich nicht. Wem Bornholm schon weit weg vorkommt kann doch nicht ernsthaft über eine Atlantikquerung nachdenken, oder ?!  

Tag12 Heimweg mit Umweg – Ende der Surprise-Tour2010

Zu Hause, also immerhin im Heimathafen. Ganz nach Hause wollte ich noch nicht. Heute ging es von Schleimünde nach Damp. Dort erst einmal geduscht, eingekauft und gefrühstückt. Kleiner Rundgang und dann ging es weiter. Habe noch einiges probiert, aber weder Lippe noch Marsdings war machbar. Bleiben 26SM auf dem Konto. Zweimal dachte ich heute ich hätte etwas gerammt, aber dann wurde mir klar es handelte sich um Unterwasserdetonationen. Hätte nicht gedacht das man die so im bzw auf dem Boot spührt. Sind die Marieneleute denn Irre?!?! Mir ist gerade noch aufgefallen wie unruhig dieser Hafen eigentlich ist. Nicht nur das Geschaukel bei vorbeifahrenden Schiffen, auch manche Schrauben- und Motorengeräusche der dicken Pötte die in den NOK wollen sind zu vernehmen. Gut das ich hier so selten übernachte. Eine Zusammenfassung folgt vielleicht später, aber so ein ganz richtiger Sommerurlaubstörn war es irgendwie nicht, auch wenn die ersten beiden Tage und es auch heute sonnig war. Als nächster Höhepunkt steht jetzt natürlich die Kieler-Woche vor der Tür. Ab 10. Juli gibt´s ne Woche Segeln mit den Jungs und dann Ende August noch eine Woche Segeln !?
 
Hoffe Euch hat das Mitlesen trotz Rechtschreibfehler und Verzögerungen Spaß gemacht.
 
Hier im Blog geht´s natürlich bald weiter!

Tag11 mit Alles

Heute war fast alles dabei. Regenschauer drohten auf der Flensburger-Förde. Wind West5. Der direkte Kurs gen Osten war mir zu kappelig, also ersteinmal rüber über die Förde in Rauschefahrt. Bis 6,9Knt mit 2fach gerefftem Groß und Genua. 3SM vor Schleimünde drehte der Wind gen Norden und ich änderte mein Kurs in Richtung Marsdings-DK. Nach ca 2h drehte der WInd weiter und ich konnte mein Ziel nicht mehr halten. Nun nen neuen Hafen gesucht. Gelting! Da war ich noch nie, also wieder zurück. Noch bevor ich die Förde erreichte war der Wind weg. Bis dahin prima Segeln mit viel Sonne. Es folgte eine endlose Treiberei nach Schleimünde und so kam es das ich nach 4,5 Stunden wieder an dem Fleck war wo ich mittags bereits gesegelt bin. Die letzten 2SM fehlte mir die Gedult und ich schmiss den Jockel an. Unterwegs hatte ich einen Hering gefangen. Dieser wurde hier Köder für Hornhechte. Hatte es mir gerade gemütlich gemacht mit nem Bierchen da biss schon der erste, zehn Minuten später der zweite und das Angelvergnügen war vorbei. Lecker waren sie zumindest 🙂
Werde mal versuchen den Track des heutigen Tages nachzuliefern.
Entlich Sonne, entlich Sommer :))) 

Tag10 – Kaum bin ich alleine, werden richtig Meilen gemacht ;-)

Sonniges Wetter, eine leichte Briese, was kann das Seglerherz höher schlagen lassen. Schnell noch abwaschen, Havenpenge, Wasser und Brötchen kaufen und … schon ist es 11Uhr 🙁 Nun aber los. 11:15Uhr Motor gestartet, 11:27 stand Großsegel und Genua. Naja sie flappten eigentlich eher als das sie standen. Nach einer Stunde war ich satte 0,9SM von Sonderburg weg. Ziel war AErösköbing also ca. 30SM. Dann kam ein Windhauch, aber leider leider auch ein Regenschauer 🙁 Ich will SONNE! Bin in Höruphav. 4,7SM in 2h davon ca 17Minuten unter Motor. Immerhin geht hier das „kostenlose Internet“ perfekt. Superbruchsen wird umgebaut und hat geschlossen, aber REMA1000 hatte geöffnet. Windprognosen sehen ja für morgen ganz gut aus, also auf ein Neues. Ich möchte wieder mal singen können: „ich kann Netto sehen, schananananananah“ (LiGrü an mL). 

Tag9 Augustenborg – Sönderborg und ich ganz alleine ;-(

Heute war es soweit, meine Lieblingsmitseglerin ging von Bord. SCHNIEF! Nun heißt es wieder singelhanded. Die ersten 90Minuten aus Augustenborg raus hatten es noch einmal in sich. Strom, Wind & Wellen von vorne. Erst als ich den Kurs Richtung Alssund anlegte wurde es besser. Im Sund war der Spuk komplett vorbei. Natürlich schloss sich die Klappbrücke von Sonderburg genau in dem Moment als ich sie sehen konnte, aber ich hatte es ja nicht eilig und machte noch einige Schläge vor der Brücke bevor der Motor den Rest bis Sonderborg (Yachthafen) erledigen durfte oder mußte er dies tun?! Der Rest des Tages ist schnell geschrieben: vieeerrrr zu nuuullll !!!

Tag8 – Schloß & Wald & Skulpturen & … Fleischverwandlung

Hafentag! Zuerst ging es unter die Duschen. Tip: die bei der Werft sind superklasse, die offiziellen Hafenduschen gehen so. 2x5DKr reichen dicke für langes, entspanntes Duschen. Danach wurden die Vorräte aufgefüllt. Der SPAR-Laden hat zwar vieles, aber die Obstabteilung ist nicht sooo klasse. Ein feudales Frühstück folgte. Eine Person von uns hielt noch ein kleines Nickerchen, das andere Crewmitglied holte in der Zeit noch Benzin von der 450m entfernten Tankstelle. Wer was wohl tat ?! 😉 Dann ging es zu einem langen Spaziergang mit Schloßbesichtigung, Waldspaziergang und Skulpturengarten. Das Wetter war bis 18Uhr ganz ok (den Starkwind merkte man im Schlossgarten nicht so). Nur Abends machte das Wetter aus dem gekauften Grillfleisch doch Pfannenfleisch. Schmeckte zusammen mit dem fast frischen Salat trotzdem ganz gut.  

Tag7 AröSund – Augustenborg

Antje übernahm mal wieder die ersten Meilen. Juhu immerhin trocken und hart am Wind ging es unter Reff2 im Groß mit ausgerollter Genua gut voran. Nach knapp 2h kam ein monsunähnlicher Regenschauer und danach war Flaute. Mit Motorunterstützung ging es bis kurz vor den Als-Sund. Klasse entlich kam wieder Wind, doch binnen 15Minuten wurde der so stark und böig das das Groß nun komplett verschwand, selbst mit gereffter Genua lief das Boot bis 6Knt. Das hört sich zwar ganz gut an, war es aber nicht! Total ungemühtlich und alle paar Minuten gab es nen Schauer. Um mich selbst etwas zu beruhigen rollte ich den handtuchgroßen Rest vom Vorsegel auch noch weg und startete 20 Minuten früher als nötig die Maschine. Brauchte eine Erholungsphase bevor es daran ging in einem fremden Hafen anzulegen. Hat dank Antjes Mithilfe aber prompt und problemlos geklappt. Der Regen war kurz vor der Einfahrt so stark das ich wirklich Schwierigkeiten hatte diese roten und grünen Minitonnen zu erkennen. Nach nem Bierchen vor dem Heizlüfter war alles wieder gut. Es war aber auch sofort klar das morgen (also heute) ein Hafentag wird!
26SM in 6h davon knapp 2,5h unter Motor. Die Bedingungen waren so schlecht das es absolut unmöglich war zu Filmen oder Bilder zu machen, darum heute mal kein Bild.

Tag6 (10.6.) Middelfahrt – AröSund

Regen, Regen, Regen … Ich hasse es bei Regen abzulegen, trotzdem raffen wir uns auf. Den Plan nach Samsö oder gar Ebeltof zu segeln gebe ich aber auf. Heute geht es wieder Richtung Süden. Antje steuert uns die erste Stunde durch den nassen Belt, dann hat sie genug und verkriecht sich unter Deck. Erst zum Anlegen scheuche ich sie wieder in ihre nassen Segelklamotten. Kaum angelegt begrüßt uns auch schon die Crew der X79 (ihr wisst schon wen ich meine). Nachdem am Abend der Regen entlich eine Pause einlegte machten wir unseren Rundgang. Das Essen gehen viel aus weil es schon zu spät war. 5Minutengeschichten mußten heute mal reichen. Hauptsache etwas Warmes. 14,7SM in 3,5h davon eine unter Motor.